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Olympia 2000 - Herreneinzel

Peter Gade bleibt ohne Medaille - Xia Xuanze 3.
Ji Xipeng schlägt auch Hendrawan
Text Sven Heise, Foto: World Badminton Online, Olympia-Homepage, Reuters

23. September. Ji Xipeng (Bilder links) setzte seinen Siegeszug bis ins Finale fort. Mit Siegen über die Nummer 1 und 2 der Setzliste sowie über den dänischen Topstar Peter Gade holte er sich die Goldmedaille. Das Finale dauerte 45 Minuten. Der erste Satz ging mit 15:4 an Xipeng. Im zweiten Satz führte Hendrawan (Bild rechts) 6:3, 9:4, bevor Xipeng ausglich (10:10). Hendrawan machte die nächsten drei Punkte, konnte jedoch das 13:10 nicht zu einem Satzgewinn nutzen. Seinen ersten Matchball verwandelte Xipeng zum 15:13.

Spielstatistik: Dauer 45 Minuten (17 - 28), Längster Ballwechsel 39 Sekunden / 36 Schläge, 23 Bälle verbraucht.

Favorit Peter Gade verpasste auch die Bronzemedaille. Im ersten Satz führte er bereits 13:8 gegen Xia Xuanze (CHN). Doch nach einem harten Schlagabtausch gewann Xia noch 15:13. Im zweiten Satz resignierte Peter Gade und verlor 5:15.

High Noon: Xipeng gegen Hendrawan
Text Sven Heise, Fotos: World Badminton Online, Olympia-Homepage

Bericht der Einzel vom Freitag von Bernd-Volker Brahms auf der Seite Dameneinzel

22. September. Als Favoritenschreck im olympischen Turnier erweist sich der Chinese Ji Xipeng. Nach dem Viertelfinalsieg über den Indonesier Taufik Hidayat, der an Position 1 gesetzt war, war auch der dänische Titelfavorit Peter Gade (Bild rechts) nicht in der Lage, die Nummer 5 der Setzliste auszuschalten.

Der erste Satz ging mit 15:9 an Xipeng. Unter den Augen des deutschen Schiedsrichters Dirk Kellermann brillierte Peter Gade im zweiten Satz und gewann nach 9:0-Führung mit 15:1.

Den dritten Satz konnten auch die 3Sat-Zuschauer in Deutschland am Bildschirm miterleben. Darin punktete der Däne, dessen Nerven schon bei der Heimat-WM im letzten Jahr versagt hatten, zwar ein paar mal mit knallharte Smashes in die Vorhand des Chinesen, machte aber erstaunlich viele Fehler und vergab häufig leichtfertig seinen Aufschlag. Beim 8:10 hatten die dänischen Fans noch einmal Hoffnung, aber Gade konnte sich nicht steigern und verlor letztlich verdient mit 9:15.

Der Indonesier Hendrawan (Bild links) geht als leichter Favorit in das Finale gegen Ji Xipeng. Auf dem Weg ins Finale gab er keinen Satz ab und besiegte auch den Swiss-Open-Sieger Xia Xuanze (CHN) mit 15:12, 15:4.

Somit kommt es am Samstag wieder zum klassischen Duell Indonesien - China, das genau um 12 Uhr mittags (MESZ) beginnt.

Halbfinale völlig offen
Text Sven Heise, Fotos: Reuters (Hidayat), Olympia-Homepage

20. September. Nach zwei schweren Dreisatz-Siegen über den Japaner Hidetaka Yamada und den Malayen Ong Ewe Hock kam für die Nummer 1 der Setzliste, den jungen Indonesier Taufik Hidayat (Bild rechts) im Viertelfinale das Aus. Er unterlag dem Chinesen Ji Xinpeng deutlich mit 12:15 5:15.

Hidayat ist nicht das erste prominente Opfer dieses stark besetzten Turniers. Bereits in der zweiten Runde unterlag der Olympiasieger von Atlanta 1996, Poul-Erik Hoyer gegen Weltmeister Sun Jun (CHN) mit 3:15 17:16 10:15. Hoyer erklärte anschließend seinen Rücktritt. Sun Jun war nach einer Verletzung in der Weltrangliste abgerutscht, wurde aber von seiner Teamleitung nominiert, obwohl zwei Chinesen noch vor ihm qualifiziert waren. Das Los führte die beiden Champions dann bereits in Runde 2 zusammen.

Sun Jun (Bild links) kam auch nur bis ins Viertelfinale, wo ihm Hendrawan (INA) seine Grenzen zeigte (13:15, 5:15).

Peter Gade, der kurz vor Olympia seinen Spitzenplatz in der Weltrangliste verlor und nur an 3 gesetzt ist, revanchierte sich in der 3. Runde gegen Fung Permadi (TPE) für die Halbfinalniederlage bei seiner Heimat-WM 99 in Kopenhagen. Auch im Viertelfinale gab sich Gade keine Blöße und besiegte Marleve Mainaky 15:6, 15:6. Sein Halbfinalgegner ist Ji Xinpeng.

Chinas Topspieler der letzten Monate ist im Halbfinale Gegner von Hendrawan: der Swiss und German Open-Sieger Xia Xuanze besiegte den Malayen Wong Choong Hann knapp mit 17:15, 15:11.

Eine Vorhersage für das Halbfinale ist schwierig. Zeigt Peter Gade keine Nerven, müßte er das Finale erreichen. Im Finale des Thomas-Cup vor wenigen Wochen setzte sich Hendrawan gegen Xia Xuanze im ersten Einzel mit 11:15, 15:7, 15:9 durch.