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Olympia mit 5 Spielern des VfB Friedrichshafen

Von Herbert Alber
Fotos von Sven Heise

Vom Häfler Bundesligisten werden nicht weniger als fünf Spielerinnen und Spieler am Start sein.

Die doch eher alte Sportart Badminton steht erst zum dritten Mal auf dem olympischen Programm. In allen fünf Disziplinen werden Medaillen vergeben. Das Turnier wird zwischen dem 16. und 23 September im Ross-Pavilion (14 km von Sydney entfernt) ausgetragen. Zu den großen Favoriten zählen die Spieler aus Indonesien, Malaysia, Dänemark und China. Für die sechsköpfige deutsche Mannschaft heißt die Devise: So weit wie möglich!

Im Herreneinzel haben sich 32 Spieler für den Wettkampf qualifiziert. Unter ihnen kommen mit den beiden Schweden Tomas Johansson (Bild rechts) und Rasmus Wengberg zwei Akteure aus dem Häfler Bundesliga-Team. Beide konnten zu ihren eigenen Chancen noch wenig sagen. Auf die Auslosung komme es an, dann sei vieles möglich. Doch wenn man einen Blick auf das Starterfeld wirft, wird einem schnell klar, dass sowohl Johansson als auch Wengberg "nur" eine Außenseiterrolle besitzen. Zu stark werden die Dänen und die Chinesen sein, wenn es um die Vergabe der Medaillen geht.

Ähnlich stark ist auch der Wettbewerb im Herrendoppel besetzt. Zwar dürfen hier nur 22 Paare an den Start gehen. Doch wenn zehn davon aus Asien kommen, kann man die Richtung schon abschätzen. Um so mehr ist es als großer Erfolg zu werten, dass sich mit Pär-Gunnar Jönsson (Bild links) ein weiterer Häfler Bundesligaspieler qualifiziert hat. Der amtierende Vize-Europameister wird mit Peter Axelsson an den Start gehen. Und auch hier gilt: die Auslosung wird es bringen.

Ganz besonders stolz ist man beim VfB Friedrichshafen auf die Qualifikation von Nicol Pitro und Björn Siegemund. Die Häfler stellen damit als einziger Verein gleich zwei Spieler des deutschen Aufgebots. Besonderes Augenmerk gilt dabei der 25jährigen Pitro, die mit Michael Keck als 16. der Weltrangliste gerade noch in das Teilnehmerfeld des gemischten Doppels gerutscht ist. Für die Betriebswirtin ist dies der absolut größte Erfolg ihrer Laufbahn. Für Björn Siegemund bedeutet Sydney ebenfalls ein riesiger Erfolg. Der 26jährige Physiotherapeut wird im Herrendoppel mit seinem langjährigen Partner Michael Helber spielen. Beide gelten in Deutschland derzeit als bestes Doppel. In Sydney allerdings werden die Trauben für die Fünften bei der letzten EM sehr hoch hängen. Das Ziel muss es sein, die erste Runde zu überstehen. Denn wäre man unten den 16 besten Doppeln der Welt.