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DBV Newssplitter

Wie alle Terminkalender ist auch der im Badminton zusammengeschrumpft. Im Amateur- und Hobbybereich darf schon seit mehreren Monaten nicht mehr trainiert werden, nur die Leistungssportler/innen sind noch im Einsatz.

von Daniela Frahm

10.02.21. Auch auf nationaler Ebene wurden deswegen nun einige Meisterschaften für dieses Jahr abgesagt oder zunächst verschoben.

Nachdem das Präsidium des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) im Herbst vergangenen Jahres entschieden hatte, die für Ende November geplanten Deutschen Meisterschaften in den Altersklassen U13 bis U19 zunächst auszusetzen, wurden sie jetzt für U13, U15 und U17 ganz abgesagt. In der Altersklasse U19 sollen die Deutschen Meisterschaften hingegen - wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie das zulässt – am 5./6. Juni 2021 nachgeholt werden, weil es für viele „die letzten Meisterschaften im Jugendbereich gewesen wären“, wie DBV-Präsident Thomas Born erklärte. Einen Austragungsort gibt es noch nicht.

Außerdem wurde beschlossen, die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U19 und U15 in diesem Jahr zu splitten und zu verschieben: Statt vom 30. April bis zum 2. Mai 2021 in Bonn sollen die Titelkämpfe der Jugendlichen und Schüler nun am Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai 2021) sowohl in Bonn (U19 und U15) als auch in Bergisch Gladbach (U15) ausgetragen werden.

Die Deutschen Juniorenmeisterschaften 2021 und die Deutschen Altersklassenmeisterschaften 2021 werden verschoben. Das hat das DBV-Präsidium Ende Januar entschieden. Die Unter-22-Jährigen sollten ursprünglich vom 16. bis zum 18. April in Bonn die nationalen Champions ermitteln, die Titelkämpfe in den Altersklassen O35 bis O75 waren vom 14. bis 16. Mai 2021 in Rinteln vorgesehen. Neue Termine gibt es noch nicht.

International darf weiter gespielt werden. Die deutsche Nationalmannschaft ist vom 16. bis zum 20. Februar 2021 im finnischen Vantaa bei der Mixed-Team-Europameisterschaft im Einsatz. Der amtierende Vizeeuropameister Deutschland trifft dabei in seiner Gruppe auf Titelverteidiger Dänemark (Mittwoch, 17. Februar), Schottland (Dienstag, 16. Februar) und Turniergastgeber Finnland (Donnerstag, 18. Februar). In der Gruppe 2 spielen England, Frankreich sowie die beiden EM-Dritten von 2019, die Niederlande und Russland. Der Einzug in die Runde der besten vier Mannschaften bedeutet die Startberechtigung für die Mixed-Team-WM 2021 um den Sudirman Cup.

Beim Jahresabschlussturnier des Badminton-Weltverbandes BWF Ende Januar in Bangkok waren die deutschen Paarungen Linda Efler/Isabel Herttrich (SC Union Lüdinghausen/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) erstmals vertreten. Über Satzgewinne kamen sie dabei in ihren Gruppenspielen nicht hinaus und mussten ohne einen Sieg abreisen. „Dass wir bei den World Tour Finals an den Start gehen durften, war definitiv ein besonderes Highlight für mich, und ich bin sehr froh, dass wir zumindest in zwei Spielen auch gute Leistungen zeigen konnten“, sagte die 26-jährige Linda Efler, „es war es eine super Erfahrung, die ich in den nächsten Jahren gerne noch einmal machen würde – dann mit einem etwas besseren Ergebnis.“ Alle Ergebnisse des Jahresabschlussturniers 2020 finden sich auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de sowie im Internet unter https://bwf.tournamentsoftware.com

Die langjährige deutsche Nationalspielerin Fabienne Deprez hat Ende Dezember aus gesundheitlichen Gründen ihre Karriere in der deutschen Badminton-Nationalmannschaft beendet. Sie bestritt 51 Länderspiele, nahm an zahlreichen Welt- und Europameisterschaften teil, und sie hält nach wie vor den Rekord als jüngste Spielerin in der Geschichte, die in der 1. Badminton-Bundesliga aufschlug. Ihr letztes Match bei einem internationalen Turnier bestritt die amtierende Deutsche Vizemeisterin im Dameneinzel bereits Ende Oktober bei den SaarLor Lux Badminton Open in Saarbrücken. Bei der 28-Jährigen wurde im vergangenen Sommer Schlafapnoe diagnostiziert – eine Erkrankung, die mit Atemaussetzern im Schlaf einhergeht. Sie darf deshalb keinen Leistungssport mehr betreiben. „Ich bin stolz darauf, was ich erreicht habe, obwohl ich über mehrere Jahre so schlecht geschlafen habe“, sagte Deprez. Sie will nicht komplett mit Badminton aufhören, aber nicht mehr jeden Tag trainieren und sich den Druck nehmen. „Durch den Rücktritt von Fabienne verlieren wir eine langjährige Leistungsträgerin im Dameneinzel, die speziell bei Team-Europameisterschaften häufig maßgeblich an Medaillengewinnen beteiligt war“, sagte Detlef Poste, Chef-Bundestrainer im DBV. Er möchte sie gerne in einem Freundschaftsländerspiel verabschieden, sobald das die Corona-Pandemie zulässt.

zusammengefasst von Daniela Frahm

Foto von Sven Heise: Mark Lamsfuß / Isabel Herttrich