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VfB Friedrichshafen nimmt Stellung

Der VfB Friedrichshafen nimmt nach den Protestankündigungen der Ligakonkurrenten offiziell Stellung zur Spielberechtigung seiner finnischen Spieler.

von Sven Heise

02.10.07. Die folgende Pressemeldung des Bundesligisten VfB Friedrichshafen, die uns durch Abteilungsleiter Peter Mayer zugestellt wurde, erscheint am Donnerstag in der Schwäbischen Zeitung.

"Der Wirbel um die zunächst verweigerte, pünktlich zum ersten Spieltag dann aber doch noch erteilte Spielberechtigung für die Friedrichshafener Badmintonspieler Markus Heikkinen und Markus Rouvinen schien sich gelegt zu haben. Doch nach Protestankündigungen von Liga-Konkurrenten geht der Bundesligist vom Bodensee nun in die Offensive.

Mitte August hatte der für die Erteilung der Spielerlaubnis zuständige Spielausschuss des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes (BWBV) den finnischen Einzelspezialisten des VfB Friedrichshafen, Markus Heikkinen und Markus Rouvinen, die Spielberechtigung für die Erstliga-Saison 2007/08 entzogen. Die beiden Spieler, in Friedrichshafen an Position zwei und drei der Rangliste gemeldet, waren in der vergangenen Saison sowohl für den VfB als auch für den finnischen Verein Tapion Sulka im Einsatz. Gemäß der Spielordnung des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) führt dies zum Entzug der Spielerlaubnis in der neuen Saison 2007/08.

„Diese Nachricht war für uns eine Katastrophe“, erinnert sich VfB-Manager Peter Mayer, dem die Regelungen der DBV-Spielordnung freilich bekannt waren. „Wir haben uns mit Blick auf genau diese Regelungen vom finnischen Verband bestätigen lassen, dass wir die beiden Spieler einsetzen können, und auf diese Aussage haben wir uns natürlich verlassen.“

Deswegen legte der Verein bei der Spruchkammer des BWBV Einspruch gegen die Verweigerung der Spielberechtigung ein; dem Einspruch wurde stattgegeben, was dann wiederum den DBV veranlasste, vor das Verbandsgericht des BWBV zu ziehen und nun seinerseits den beiden Finnen die Spielberechtigung zu entziehen. Das Verbandsgericht bestätigte am 23. September das Urteil der Spruchkammer, woraufhin das DBV-Referat für den Spielbetrieb am 27. September – zwei Tage vor dem ersten Saisonspiel – seine Entscheidung revidierte und Markus Heikkinen und Markus Rouvinen mit einer Spielberechtigung ausstattete.

Der VfB Friedrichshafen hatte sich auch auf Nachfrage bislang jeglichen Kommentars zu dieser brisanten Angelegenheit enthalten, doch nach Protestankündigungen von Liga-Konkurrenten geht Manager Peter Mayer nun in die Offensive, weist auf Versäumnisse des DBV hin und fordert die anderen Bundesligisten auf, sich mit dem VfB Friedrichshafen zu solidarisieren. „Seit dem 1. Juni lagen beim DBV die Beweise für die Einsätze von Heikkinen und Rouvinen in Finnland auf dem Tisch“, so Mayer. „Doch man hat uns von Seiten des Verbandes zehn Wochen lang nicht auf die Problematik aufmerksam gemacht, sondern vielmehr zunächst unsere Mannschaftsmeldung mit den beiden Finnen unbeanstandet genehmigt. Als man uns dann schließlich informiert hat, blieb uns keine Möglichkeit mehr, uns nach Alternativen für Heikkinen und Rouvinen umzusehen.“

Weiters wirft Peter Mayer dem DBV vor, auf seiner Homepage Politik gegen den VfB Friedrichshafen zu machen und dessen Liga-Konkurrenten implizit zu Protesten gegen den VfB aufzurufen. „Anstatt zu protestieren, sollten sich die anderen Bundesligisten in unsere Lage versetzen und sich fragen, wie sie reagieren würden, wenn sie kurz vor Saisonbeginn unverschuldet auf einmal mit der allzu reellen Möglichkeit konfrontiert sind, ihre Nummern zwei und drei zu verlieren“, sagt Mayer. „Wir haben uns jedenfalls für unsere beiden Spieler engagiert, um konkurrenzfähig zu sein und damit unseren Teil zu einer attraktiven Liga beizutragen.“

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